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Sommerprogramm im Corning Museum of Glass: Letzte Chance für Live-Demos

Corning, NY — Wie das Corning Museum of Glass mitteilt, läuft das Sommerprogramm Summer of Wonder nur noch bis zum 7. September 2026.

Sommerprogramm im Corning Museum of Glass: Letzte Chance für Live-Demos

Bis dahin verbindet das Haus in Corning, New York, spektakuläre Glasmachervorführungen mit naturwissenschaftlichen Bezügen — alle Demonstrationen sind im Eintritt inbegriffen, Kinder und Jugendliche haben freien Zugang. Wer den Sommerabschluss der amerikanischen Studioglas-Szene mitnehmen möchte, sollte die kommenden Tage einplanen.

Was täglich läuft

Die live kommentierten Hot Glass und Flameworking Demos finden durchgehend statt und werden durch besondere Shows in der Courtyard Hot Shop im Freien ergänzt. Wonder Stations sind von 10 bis 16 Uhr in den Galerien geöffnet und laden ein, Technik und Konzept einzelner Sammlungsstücke interaktiv zu erkunden. Öffentliche Führungen starten um 11 und 13 Uhr im Admissions Lobby und führen durch die Sammlungsräume. An Samstagen — auch am 5. September — stehen in der Gather Gallery die ScribbleBot-Stationen bereit, an denen farbige Abstrakte mit kleinen Kritzmaschinen entstehen.

Drei Lecture-Abende zum Abschluss

Am Dienstag, 1. September, von 19:30 bis 21:30 Uhr, sprechen im The Studio Theater fünf Studio-Instructors in freier, unstrukturierter Form über ihre Arbeit: Jeremy Bert, Jen Elek, Kit Paulson, Tony Serviente und Terri Sigler. Der Eintritt zu diesem informellen Lecture-Abend ist frei. Am Donnerstag, 3. September, folgen von 18 bis 19 Uhr zwei Artist-in-Residence Lectures: Alex Krueger, Glasgestalter aus Brooklyn, arbeitet mit heiß geskulptierten Teilen, Blasformen und Mosaik-Imitaten zu vielschichtigen Formen und überträgt in seiner Residency Konzepte wie Gesichtserkennung, autonome Fahrzeuge und persönliche Endgeräte in Glas. Direkt im Anschluss stellt Jinya Zhao, Doktorandin am Royal College of Art in London, ihre Forschung vor: Sie versteht geblasenes Glas als eine Brücke zwischen visuellem, taktilem und räumlichem Erleben und untersucht, wie Schichtstruktur und Standort die Wirkung eines Glaswerks prägen. Die Residency am CMoG ermöglicht ihr eine neue Werkgruppe in diesem Sinnzusammenhang.

Einordnung für die Szene

Wir sehen hier, wie das Corning Museum seinen Bildungsauftrag austariert — zwischen niedrigschwelliger Familienvermittlung am Tag und konzeptuell ambitionierter Forschung am Abend. Diese doppelte Ausrichtung erinnert an das pädagogische Selbstverständnis, wie es Erwin Eisch in seiner Glasfachschule in Frauenau verfolgt hat: handwerkliche Exzellenz und gesellschaftliche Fragestellungen als zwei Seiten derselben Medaille. Für alle, die in den nächsten Tagen anreisen, lohnt es sich, besonders den 3. September einzuplanen — beide Residency-Vorträge geben einen Vorgeschmack darauf, wohin sich die Studioglas-Bewegung in den kommenden Jahren entwickeln könnte.