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Balmaclellan church seeks new home for striking stained glass window

Wie die BBC berichtet, soll das Werk aus der Balmaclellan Parish Church in Dumfries and Galloway in eine Kirche im wenige Meilen entfernten Dalry verlegt werden.

Balmaclellan church seeks new home for striking stained glass window

of Scotland hat einen Antrag auf Umsetzung eines nahezu hundertjährigen Glasmalerei-Fensters gestellt – ein konservatorisch und handwerklich anspruchsvoller Vorgang. Wie die BBC berichtet, soll das Werk aus der Balmaclellan Parish Church in Dumfries and Galloway in eine Kirche im wenige Meilen entfernten Dalry verlegt werden. Das Fenster mit der Darstellung Jesu Christi stammt von Gordon Webster und entstand 1928 als Teil seines Frühwerks.

Werk und Provenienz

Gordon Webster schuf das Fenster im Alter von 20 Jahren; im Laufe seiner Karriere produzierte er mehr als 200 Glasmalereien. Die Komposition geht möglicherweise auf eine Vorlage seines Vaters Alfred Webster zurück, geboren im Dezember 1883 in Glasgow. Alfred Webster belegte Abendkurse an der Glasgow School of Art und arbeitete im Atelier von Stephen Adam. Seine Werke wurden unter anderem in der Landsdowne Parish Church an der Great Western Road sowie in Kirchen in Linlithgow, St Andrews und Orkney eingebaut. Er gilt als einer der "profiliertesten und innovativsten Glasmaler des 20. Jahrhunderts". 1915 fiel er im Ersten Weltkrieg – nur sieben Jahre nach der Geburt seines Sohnes Gordon. Das Balmaclellan-Fenster ist Rev. George Murray, einem früheren Gemeindepfarrer, gewidmet und damit unmittelbarer Bestandteil der lokalen Kirchengeschichte.

Konservatorische und handwerkliche Schritte

Laut Antrag an den Gemeinderat von Dumfries and Galloway befindet sich das Werk in "sound" condition, also in einem konservatorisch tragfähigen Zustand. Die Church of Scotland hält eine "sorgfältige Entnahme" (carefully removed) für machbar. Aus technischer Sicht umfasst die Umsetzung mehrere klar getrennte Schritte: Erstens die Demontage der bestehenden Verglasung samt vorhandener Bleiruten und Stabilisierungsprofile; zweitens die Sicherung und Konservierung der einzelnen Glaselemente, einschließlich möglicher Ergänzungen geschädigter Partien; drittens die Neuanfertigung eines Metallrahmens, in den das Fenster am neuen Standort eingesetzt wird. Dieser Rahmen wird vor einer Öffnung rechts der Kanzel in der Dalry-Kirche platziert. Entscheidend ist dabei auch die veränderte Lichtsituation: Am neuen Standort erhält das Fenster mehr Tageslicht als bisher – ein Faktor, der die Farbwiedergabe direkt beeinflusst, da Farbintensität und Lesbarkeit einer Glasmalerei maßgeblich von der einfallenden Lichtmenge abhängen.

Hintergrund

Die Balmaclellan-Kirche gehört zu einer Reihe von Kirchenbauten in Südschottland, die von der Church of Scotland als nicht mehr benötigt eingestuft und zum Verkauf vorgesehen wurden. Gemeindegruppen haben bereits einige dieser Objekte übernommen und bemühen sich um weitere. Die Verlagerung des Webster-Fensters ist insofern ein pragmatischer Erhaltungsweg: Das Werk bleibt öffentlich zugänglich und behält seine Funktion im liturgischen Raum, das Ursprungsgebäude wird hingegen aufgegeben.